Psychische Energie

Damals konkretisierte sich verschärft ein neues Wissenschaftsverständnis in mir. Durch Recherchen und Analysen kam ich zu der Erkenntnis, dass die beiden Begriffe Kunst und Wissenschaft in der Gedankenentwicklung des Abendlandes diametral entgegenstehen, und dass aufgrund dieser Tatsachen nach einer Auflösung dieser Polarisierung gesucht werden muss.

-Joseph Beuys-

Ausgangspunkt meiner Theorie zur psychischen Energie ist einerseits das Forschungsfeld Hochsensitivität (auch: Hochsensibilität; wiss: Sensory Processing Sensitivity) und andererseits das Feld wissenschafts- und erkenntnistheoretischer Grundsatzfragen, Systemtheorien, Bewusstseinswissenschaften und auch der Physik, um einige Bereiche zu nennen. 

Für das Thema Hochsensitivität hatte ich für mich wichtige und zentrale Fragen klären können und war recht zuversichtlich, dass meine Forschungsreise damit ein Ende finden würde.  Begeisterte und arbeitsreiche Jahre in Theorie und Praxis lagen hinter mir, aber was mich anschließend noch erwartete, zog mir förmlich den Boden unter den Füßen weg, erschütterte mein Weltbild und zog mich für weitere vier Jahre in seinen Bann. 

Alles begann damit, dass ich zu verstehen versuchte, warum etwas so Fundamentales, wie zwei gegensätzliche Arten zu Denken und die Welt wahrzunehmen auf so wenig Widerhall in der akademischen Psychologie stoßen konnte? Warum war intuitive Wahrnehmung ein Bereich, den man tunlichst meiden sollte, möchte man als Wissenschaftler ernst genommen werden? Waren die geistigen (=spirituellen) Fähigkeiten sensitiver Menschen ein für alle Mal von der Akzeptanz westlicher Wissenschaft ausgeschlossen? Gab es einen Weg für die Psychologie sich den östlichen, intuitiven Weisheitstraditionen zu nähern, wie es der Weg der Quantenphysik vorzeichnete?  

 

Fragen über Fragen ließen mich die akademische Psychologie in Zweifel ziehen und ich verinnerlichte zum ersten Mal so deutlich wie noch nie, dass die Psychologie eine noch junge Wissenschaft war. Ihr Geburtsjahr ist um 1879 durch die Gründung des ersten psychologischen Laboratoriums durch Wilhelm Wundt in Leipzig anzusetzen, d.h. die Psychologie ist erst knapp 140 Jahre alt. Verglichen mit der Entwicklung der Wissenschaft und der Physik, die auf stolze 500 Jahre zurückblicken kann, fehlen der Psychologie aus diesem Vergleich heraus ca. 360 Jahre Forschung, um auf dem gleichen Stand mit der Physik von heute zu sein.

360 Jahre Forschung bedeuten in der Physik bahnbrechende Erkenntnisse und völlig neue Vorstellungen von der Welt. Als Isaac Newtondie Gravitation einführte war die Welt keine Scheibe mehr und als Albert Einsteindie Relativitätstheorie entdeckte, war die Welt in Raum und Zeit keine statische Größe mehr. Die moderne Quantenphysik revolutionierte unser Weltbild erneut und das alles ist in der Psychologie noch nicht passiert!

 

Ich möchte die Psychologie vor Newtonvielleicht um 1660 datieren, denn große Zusammenführungen, wie Behaviorismus mit Kognitivismus, sowie Tiefenpsychologie sind noch nicht erfolgt. Die Strömungen stehen sich relativ konträr gegenüber, während das Unbewusste sich streng akademisch noch nicht einmal darstellen lässt. Rein rechnerisch wäre die Psychologie ungefähr im Jahre 2380 auf dem heutigen Wissenstand der Quantenphysik und dieses katastrophale Ungleichgewicht zeigt sich nicht nur in der stetig steigenden Anzahl psychischer Diagnosen, sondern auch im Ruf nach einem Bewusstseinswandel auf allen Ebenen, der dringend gebraucht wird. 

 

 

 

 

Akademische Psychologie bewegt sich im newton-descartschen System, einem mechanistischen Weltbild, welches den Menschen als Maschine sieht. Zutiefst menschliche Eigenschaften, wie beispielsweise Emotion, Intuition, Bewusstseinsentwicklung, Kreativität, Sensitivität, sowie außersinnliche- (Extrasensory Perception) und spirituelle Erfahrungen, bringen die Psychologie weit über ihre Grenzen hinaus, denn wir Menschen -Sensitive umso mehr- unterscheiden uns genau wegen dieser Eigenschaften von Maschinen und die Rechnung geht nicht auf! 

War in letzter Instanz die Unvereinbarkeit von Spiritualität und Wissenschaft das vorläufige Aus für die Akzeptanz sensitiver Menschen? 

 

Meine Arbeit zum Thema Sensory Processing Sensitivity brachte mich in den Bereichwissenschafts- und erkenntnistheoretischer Grundlagen der Psychologie zurück, denn schon einmal beschäftigte mich das Weltbild des newton-descartschen Systems. Die moderne Physik sprach eine gänzlich andere Sprache und ich „wusste“ seinerzeit ganz intuitiv und mit einer Überzeugung aus tiefsten Herzen heraus, dass der Philosoph Arthur Schopenhauerdas neue, ergänzende -nicht ersetzende- System und Weltbild geschrieben hatte. Ich hatte jedoch bis auf vage Vorstellungen nichts in der Hand und so sehr es mir damals auch auf der Seele brannte, so musste ich einsehen, dass es besser war diese Themen loszulassen. 

Schopenhauerverband mit seinem wissenschafts- und erkenntnistheoretischen Rahmen der Welt als Wille und Vorstellung die östliche- mit der westlichen Denkweise, Spiritualität mit Wissenschaft, sensorischer- mit intuitiver Wahrnehmung und baute eine Brücke zwischen den Gegensätzen, aber das alles wurde mir erst deutlicher, nachdem ich mich mit Hochsensitivitätbeschäftigt hatte.

 

 

Psychologie ist eine junge Wissenschaft und ihr Geburtsjahr ist um 1879 durch die Gründung des ersten psychologischen Laboratoriums durch Wilhelm Wundt in Leipzig anzusetzen. Die Psychologie ist also knapp 140 Jahre alt und das ist verglichen mit der Physik, die auf stolze 500 Jahre zurückblicken kann, sehr jung. 

Der Psychologie fehlen aus diesem Vergleich heraus ca. 360 Jahre Forschung, um auf dem gleichen Stand zu sein und was sich recht nüchtern ließt, hat jedoch eine große Bedeutung.

 

360 Jahre Forschung bedeuten in der Physik bahnbrechende Erkenntnisse und völlig neue Vorstellungen von der Welt. Als Isaac Newton die Gravitation einführte war die Welt keine Scheibe mehr und als Albert Einstein die Relativitätstheorie entdeckte, war die Welt in Raum und Zeit keine statische Größe mehr. Die moderne Quantenphysik revolutionierte unser Weltbild erneut und das alles ist in der Psychologie noch nicht passiert!

 

Ich möchte die Psychologie vor Newton vielleicht um 1670/80 datieren, denn große Zusammenführungen, wie Behaviorismus  mit Kognitivismus, sowie Tiefenpsychologie sind noch nicht erfolgt. Die Strömungen stehen sich relativ konträr gegenüber,  während die Tiefenpsychologie sich streng akademisch noch nicht einmal darstellen lässt.

 

Anders herum gerechnet und in die Zukunft geschaut wäre schätzungsweise um 2380 die Psychologie auf dem heutigen Stand der Physik, d.h. unsere Erkenntnisse der menschlichen Psyche stecken auf jeden Fall noch in den Kinderschuhen.

Für die Physik -und die in letzter Zeit vielzitierte Quantenphysik- bedeutet es, dass der Anschluss von Quantenphysik zum "Beobachter" noch in weiter Ferne liegt.

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