Mit diesem einfachen Trick fühlen Sie sich garantiert wohler

Birgit Trappmann-Korr über einen einfachen Trick für mehr Wohlbefinden und Glück
Das Glückstagebuch

In der letzten Zeit wird sehr viel über Glück geschrieben, so findet man im Internet Glücksakademien, ein Ministerium für Glück, Bücher, Zeitschriften und Kurse, die Wege ins Glück versprechen und tatsächlich - glaubt man den alten Philosophen und dem Dalai Lama, dann scheint Glück der ultimative Sinn des Lebens zu sein.

Der Hype um das Glück

Was hat es nun mit dem Glück auf sich und warum ist in jüngster Zeit ein richtiger Hype darum entstanden? 

Ich denke, zunächst einmal macht es Sinn den Wunsch nach Glück umzukehren, also anstatt "Ich möchte glücklich sein" die Aussage "Ich möchte unglücklich sein" zu treffen. Wer bitteschön möchte das wirklich? Unglücklich sein?

Letzteres scheint doch ein Fall für Gesprächsbedarf zu sein, aber was ist Glück überhaupt? Der Sechser im Lotto, der Porsche vor der Tür, oder den ganzen Tag mit einem breiten Grinsen im Gesicht herumzulaufen?

Sie ahnen es vermutlich schon, die Psychologie sieht die Sache komplizierter und wie immer ist sie etwas anderer Meinung was das Glück betrifft.

Glück ist ein schönes Wort, knapp und klar und jedes Kind weiß, was damit gemeint ist, aber in Wirklichkeit geht es um etwas anderes, nämlich Wohlbefinden.

Wohlbefinden, Dankbarkeit und Freude sind das neue Glück

Das, was wir mit Glück meinen setzt sich aus Gefühlen von Dankbarkeit, Freude, Wohlbefinden und einer guten Portion Optimismus zusammen. Zugegeben - eine etwas sperrige Formulierung, aber so sind die Psychologen nun einmal: Sie wollen alles immer ganz genau wissen. Sie haben auch herausgefunden, dass Glück (nehmen wir jetzt mal das Abkürzungswort) einen positiven Effekt auf die Gesundheit, das Herz-Kreislauf- und Immunsystem hat. Sogar bei schon vorhandenen Herzproblemen!

Forscher der University of California in San Diego haben bei einer Studie herausgefunden, wie Glück gegen Herzbeschwerden hilft und für besseren Schlaf, bessere Stimmung und weniger Erschöpfung sorgt. Um für sich selbst und das Herz zu sorgen empfiehlt Prof. Paul J. Mills seiner ein sogenanntes Glückstagebuch.

Führen Sie ein Glückstagebuch!

Was verblüffend einfach klingt, hat große Auswirkungen und mit diesem einfachen Trick kommen Sie Ihrem Glück ein stückweit näher: Führen Sie ein Glückstagebuch!

Legen Sie sich ein kleines Büchlein mit vorzugsweise blanco-Seiten zu, also keine Linien oder karierte Blätter. Legen Sie ihr Glückstagebuch mit einem Stift oder auch mit mehreren farbigen Stifte neben das Bett und schreiben Sie konsequent jeden Abend das hinein, was Sie über den Tag verteilt glücklich gemacht hat und wofür Sie dankbar sind. Sie können auch eine kleine Zeichung einfügen wenn Sie mögen. Sie werden feststellen, dass sich viele Dinge entdecken lassen, die positiv und schön sind. Fangen Sie diese Momente ein, auch wenn es nur kurze Augenblicke waren, wie beispiesweise ein wärmender Sonnenstrahl auf Ihrer Haut, Kinderlachen aus dem Nachbarhaus, das Frühlingserwachen in der Natur, ein gutes Essen, die leckere Tasse Kaffee am Morgen. Bei Patienten von Dr. Mills und seinen Kollegen, die über acht Wochen hinweg drei Dinge notierten, für die sie dankbar waren, verringerten sich sogar wichtige Entzündungsmarker im Blut. Außerdem verbesserte sich bei ihnen in dieser Zeit die Herzratenvariabilität (HRV).

 

Mögen Sie glücklich sein,

Ihre Birgit Trappmann-Korr

Quelle:

Paul J. Mills, Laura Redwine, Kathleen Wilson, Meredith A. Pung, Kelly Chinh, Barry H. Greenberg, Ottar Lunde, Alan Maisel & Ajit Raisinghani (2015). The Role of Gratitude in Spiritual Well-Being in Asymptomatic Heart Failure Patients. Spirituality in Clinical Practice Vol. 2, No. 1, 5–17.



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