Mein Selbstversuch mit NaHCO3

Vor einiger Zeit gab mir eine Freundin einen Tipp, wie man das Austrocknen der Haut beim Baden verhindern kann und sich garatiert auch nicht mehr eincremen muss. Ich war skeptisch...sehr skeptisch, immerhin sollte ich NaHCO3, also Natriumhydrogencarbonat in mein Badewasser geben!

Frisch gewagt ist halb gewonnen?

Natriumhydrogencarbonat ist auch bekannt unter dem Namen Natron und irgendwie klang das alles für mich sehr nach Chemie, sodass ich die Befürchtung hatte mir damit nicht wirklich etwas Gutes anzutun, wenn ich das ins Badewasser gebe. Nichts desto trotz - frisch gewagt ist halb gewonnen und somit stürzte ich mich an einem schönen Sonntag abend mutig in die Fluten.

Ich habe 100 g Natron (2 Tüten) in ein Vollbad gegeben und auf zusätzliche Badezusätze verzichtet. Gekauft habe ich das Natron im Supermarkt in der Backabteilung, dort lockte eine Packung Kaiser-Natron mit dem vielversprechenden Slogan: "Das Original, seit über 100 Jahren bewährt!" Das beruhigte mich einigermaßen, denn schließlich wird Natron auch als Backpulver eingesetzt. Unsere Großmütter kannten ausschließlich Natron, um den Kuchen locker backen zu lassen, also wird ein Bad wohl nicht schaden.

Das Natron Bad

Ein Natron Bad ist entsäuernd, wohltuend, entschlackend, durchblutungsfördernd und macht eine samtweiche Haut verspricht der Beipackzettel der Packung und ich muss sagen, das stimmt! Durch das Natron wird der pH-Wert des Wassers erhöht und das spürt man ganz deutlich.
Die Haut braucht nach dem Bad wirklich nicht eingecremt zu werden und man bekommt für sein Geld eine vergleichsweise günstige basische Hautpflege. Man sollte allerdings nicht mehr als 2x pro Woche in Natron baden.

Wozu Natron sonst noch gut ist

Natron ist mild alkalisch, deshalb bindet und neutralisiert es Säuren und wandelt sie in neutrale Salze und Kohlensäure um.
Natron bzw. Natriumhydrogencarbonat zählt daher zu den säurebindenden Mitteln. Im Körper setzt es so genanntes Bicarbonat frei und bindet auf diese Weise überschüssige Säure. Wozu Natron sonst noch gut ist, habe ich Ihnen hier aufgeschrieben:

  • Aufgrund der säurebindenden Wirkung von Natron bzw. Natriumhydrogencarbonat ist es ein bewährtes Therapeutikum bei Erkrankungen, die auf eine übermäßige Bildung von Säure zurückzuführen sind.
  • Mit Natron reinigen ist effektiv und umweltschonend. Im Haushalt kann Natron als Reinigungskraftverstärker, Geruchsneutralisator, Reinigungsmittel für Silber oder Entsäuerungsmittel eingesetzt werden.
  • Natron in der Küche macht Speisen bekömmlicher, Kuchen locker, Wasser weicher oder sorgt für Sprudel im Glas. Gemüse behält auch nach dem Kochen seine ursprüngliche Farbe und zähes Fleisch wird mit Natron wieder zart.
  • In der Gesundheit hat Natron durch seine entsäuernde Eigenschaft positive Wirkungen hinsichtlich einer Übersäuerung. Auch gegen Alltagsleiden, wie Sodbrennen und Völlegefühl, juckende Mückenstiche, brennende Füße und Schweißfüße soll Natron wirken (Quelle: www.wundermittel-natron.info).

Mein Fazit

Natron zum Baden ist einfach genial und ich bin froh, dass ich mutig war es auszuprobieren. Ich danke meiner Freundin für diesen Tipp und gebe das gerne weiter...

Mit herzlichen Grüßen,

Ihre Birgit Trappmann-Korr

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