Spirit goes Business

Unter dem Motto Spirit goes Business verbirgt sich bei sorgfältiger Betrachtung weit mehr als ein Trend.

Der Begriff Spirit leitet sich u. a. vom Lateinischen spiritus ab, was so viel wie Geist bedeutet. Die Problematik ist allerdings, dass In der westlichen Welt der Begriff Geist in Bezug auf die Geschäftswelt keinen guten Klang hat.

Auch in den Wissenschaften ist es ähnlich, denn die Geisteswissenschaften werden eher mit "brotloser Kunst" assoziiert, als mit forschrittlicher Technologie und Naturwissenschaft.

 

Ganz anders allerdings in der östlichen Tradition.

Dort ist nicht nur das Schriftzeichen für Kunst und Technologie gleich, sondern erfolgreiche Manager, wie zum Beispiel der Begründer des Toyota Produktionssystems TaiichiOhno sprechen über das "Lernen vom unnachgiebigen Geist" und messen dem größte Bedeutung zu.

Mit seiner Philosophie des Geistes hat Ohno das Unternehmen Toyota an die Weltspitze der Automobilkonzerne geführt und es lohnt sich hier genauer hinzusehen.

 

Geist ist etwas unsichtbares, unmessbares, nicht greifbares, aber trotzdem wirksam und da. Der westliche Mensch allerdings ist eher geneigt Fakten haben zu wollen und steht solchen geistigen bzw. spirituellen Dingen eher abwertend gegenüber.

 

"Esoterischer Hokuspokus", Okkultismus, Magie und Wahrsagerei aus der Zauberkugel werden mit dem Begriff Spiritualität assoziiert und so ist es im Management ganz und gar nicht en vogue vom Geist zu reden.

Schaut man allerdings etwas genauer hin, so verzeichnet nicht nur die Wissenschaft eine Verschiebung der Archetypen in Richtung Geist, sondern auch in der Geschäftswelt werden plötzlich "geistige" Techniken, wie zum Beispiel Retreats oder Mandala Zeichnungen als Entwicklungsmaßnahmen angeboten.


Sollen unsere Manager künftig zwischen zwei Meetings eine kurze Meditationspause einlegen und weitere Fortbildungen zum Thema Kabbala, Gnosis und Sanskrit belegen?


Wir gehen davon aus, dass dies sicherlich nicht schaden würde, aber bringt dies auch den erhofften Nutzen und Durchbruch für unsere Unternehmen und die Wirtschaft?
Wir denken das dies nicht der Fall ist, denn eine eins-zu-eins Übertragung in diesem Bereich halten wir für nicht sehr fruchtbar. Spirit goes Business kann nur funktionieren, wenn eine Transferleistung von einem Gebiet in das andere erreicht werden kann und dazu muss zunächst einmal der grundlegende Prinzip definiert werden. Es reicht also nicht, Erkenntnisse aus der analytischen Psychologie nach C.G. Jung oder der Transpersonalen Psychologie nach Grof unmittelbar anzuwenden, sondern vielmehr zu übertragen.
Dies bedeutet gerade nicht Firmenstrukturen in Form eines Mandalas zu visualisieren und zu erklären, dies sei der Stein der Weisen...


Es geht vielmehr darum geistiges Potential zu nutzen, das heißt mit denjenigen Menschen zusammenzuarbeiten, die sich in der Wahrnehmung und Nutzung tieferer Bewusstseinsinhalte fortgebildet haben, um vom unnachgiebigen Geist zu lernen.